Coronazeit

So kommen Sie gut durch die Coronazeit!

Wie können wir im Coronawinter gut auf uns und unsere Lieben aufpassen und das Leben weiterhin genießen? 

Reinhild Fürstenberg hat wertvolle Tipps für Sie.

 

Viele Menschen fühlen sich zurzeit niedergeschlagen. Hat das auch etwas mit Corona zu tun? Was macht die Pandemie mit unserer Psyche?

Die Coronazeit ist vor allem eine Zeit der Unsicherheiten und Veränderungen. Darauf reagieren Menschen sehr unterschiedlich. Einige haben mehr Freizeit und Entschleunigung, entdecken neue Facetten vom Leben. Andere haben aber vielleicht finanzielle Sorgen, fühlen sich isoliert oder von zu viel Nähe in engen Wohnungen überfordert. Die Pandemie verstärkt das, was vorher schon war. Im Guten wie im Schlechten. Emotionen kommen heftiger als sonst ans Tageslicht. Die Zukunft ist ungewisser denn je und das kann Niedergeschlagenheit und Angst auslösen.

 

Können wir diese Krise meistern?

Auch wenn es zwischenzeitlich nicht gut läuft: Wir sind alle mit dem kompletten mentalen Potential ausgestattet, um Krisen zu bewältigen. Viele gehen sogar gestärkt daraus hervor, sie trainieren durch die Krise ihre seelischen Muskeln. Letztlich haben wir keine andere Wahl, als schwierige Situationen immer wieder neu zu meistern und neue Ideen und Lösungen zu entwickeln. Auch wenn uns manchmal nichts mehr einfällt: Es wird weiter gehen und während des „Gehens“ zeigen sich meist neue Wege. 

 

Was kann ich ganz konkret für mich tun?

Wichtig ist, regelmäßig bewusst seine Akkus aufzuladen. Zum Beispiel sich Zeit für Dinge zu nehmen, die einem Spaß machen, aber auch, die man gern mit anderen tut und für die vielleicht endlich einmal Zeit ist. Entdecken Sie alte Interessen wieder – jetzt ist die Gelegenheit, mal wieder Karten zu spielen oder mit Freunden oder der Familie Lieblingsgerichte zu genießen. Das geht sogar auch virtuell, wenn alle das gleiche kochen und zur verabredeten Zeit genießen. Bewahren Sie sich immer den Blick für das Schöne. Achten Sie im Gespräch mit anderen darauf, viel über „Gutes“ zu sprechen. Das hebt die eigene Stimmung und beeinflusst auch die der anderen positiv. Und das wirkt sich wiederum auf die eigene mentale Gesundheit.

Außerdem: Achten Sie darauf, in Bewegung zu bleiben. Finden Sie Ihre Form, die für Sie passt – schon ein regelmäßiger Spaziergang, Schwingen auf dem Trampolin oder ein Hula-Hoop-Training zu guter Musik wirkt unmittelbar.

Wenn man nicht zur Arbeit geht, im Homeoffice arbeitet oder in Kurzarbeit ist, hilft es, sich den Tag gut zu strukturieren und mit anderen in Verbindung zu bleiben: morgens rechtzeitig aufstehen und den Tag so gut wie möglich einteilen in Arbeitszeiten oder „Pflichtprogramm“ wie einkaufen und aufräumen. Aber auch Partnerschafts- und Familienzeiten, Pausen und Essenszeiten sollten eingeplant werden und, wenn möglich, auch Zeiten ganz allein. Dabei ist es wichtig, nachsichtig mit sich selbst zu sein. Wenn der Plan mal nicht funktioniert, gilt es, Milde walten zu lassen.

 

Wie kann ich mir selber und anderen helfen, wenn es einem nicht gut geht?

Wenn Sie merken, dass es Ihnen schon länger nicht gut geht, sollten Sie sich Hilfe holen. Vielleicht können Sie zunächst mit einer engen Bezugsperson im Familien- oder Freundeskreis zu sprechen. Das Prinzip dabei ist: Durch gute Gespräche bekommt man mehr Abstand zum belastenden Thema und kann dadurch eher neue Lösungsideen entwickeln. Zum anderen geben einem Außenstehende oft gute Inspirationen, auf die man selbst nicht kommt, weil man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Gespräche nicht ausschließlich zum Beklagen der Situation nutzen, dazu hat kein Gegenüber lange Lust und auch Sie bringt es nicht weiter. Oder Sie wenden sich an einen außenstehenden Berater, z. B. bei uns im Fürstenberg Institut, der geübt darin ist, mit Ihnen gemeinsam an der Verbesserung Ihrer Situation zu arbeiten.

 

Bemerken Sie, dass ein Mensch in Ihrem Umfeld schon mehr als vier Wochen nicht gut drauf ist oder sich anders verhält als gewohnt, sollten Sie ihn unbedingt ansprechen.
Wenn man psychisch belastet ist, kann man oft nicht mehr erkennen, wie man nach außen wirkt und kommt gleichzeitig aus dem eigenen Problemkreislauf alleine nicht heraus. Umso wichtiger: die Ansprache von außen und externe Hilfe.

Es ist ratsam, der betroffenen Person so konkret wie möglich zu sagen, was einem aufgefallen ist und ihn für die Geschehnisse nicht abzuwerten. Weisen Sie deutlich darauf hin, dass er oder sie etwas unternehmen sollte, damit es ihm oder ihr wieder besser geht. Stehen Sie ihm dabei zur Seite. Vielen Menschen tut es gut, sich dann auch professionelle Hilfe zu holen, aber auch zu spüren, mit den Problemen nicht allein zu sein.

 


Kostenfreies Webinar "Inseln der Gelassenheit"

Melden Sie sich im Kundenlogin gerne auch kostenfrei zu unserem Webinar  Inseln der Gelassenheit in herausfordernden Zeiten am Dienstag, 08.12.2020 um 11:00 Uhr an.

Videotipps

Weitere Tipps zur Erhaltung der mentalen Gesundheit finden Sie auch in dem Filmclip und weiteren Filmen auf dem YouTube Kanal des Fürstenberg Instituts

Im Kundenlogin auf der Webseite des Fürstenberg Instituts bieten wir Ihnen zudem zahlreiche weitere Informationen und Unterstützungsangebote, um mentale Belastungen zu reduzieren.



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