Arbeitsaufstellung

Kraftvoll und gut organisiert durchs Arbeitsjahr

Das neue Jahr hat begonnen und viele von uns haben das Gefühl, sie sind schon wieder mittendrin im Strudel aus Job und Privatleben und jonglieren auf der Arbeit gehetzt mit Aufgaben und Themen, um alles unter einen Hut zu bekommen. Waren wir eben noch voller Tatendrang, fühlen wir uns im nächsten Moment gestresst und überfordert und der Feierabend rückt in weite Ferne.

Wenn Sie bemerken, dass solche Phasen im Arbeitsalltag wiederholt auftreten, hilft es, sich Zeit zu nehmen, innezuhalten und sich einmal selbst von außen zu betrachten. Das Leben ist viel zu schön und wertvoll, um sich mit Situationen zufrieden zu geben, die uns belasten. Da ist Eigeninitiative und Handeln gefragt. Denn die Arbeitswelt hat sich verändert: Früher sind wir unseren Aufgaben noch relativ unkritisch nachgegangen und konnten diese zeitlich auch gut schaffen. Heute sind Jobs und Anforderungen viel komplexer. Deswegen müssen wir selbst einen Überblick über unsere Arbeit behalten und einschätzen, was leistbar ist und was nicht. Die Frage ist also: Wie können wir unsere Projekte und Themen besser strukturieren und damit Stress reduzieren?

Die folgende Übung ist ein effektiver Einstieg, um unser Arbeitspensum wieder selbst zu steuern: Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie auf, was in den kommenden Monaten ansteht. Sprich: Welche Projekte habe ich mit welchen Prioritäten auf dem Tisch und wieviel Zeit und Aufwand muss ich dafür einplanen? Welche Basisarbeit kommt dazu? Und wieviel Puffer benötige ich für unerwartete Projekte? Haben Sie das einmal für sich klargestellt, können Sie sich an die Zeitplanung machen: Wie viele Stunden oder Tage benötige ich für meine Themen? Haben Sie bei Ihren Aufgaben viele Überschneidungen mit Kolleg*innen, können Sie einmal Rücksprache halten und auch für Gemeinschaftsprojekte Rahmenbedingungen festlegen.  

Sind Sie sich unsicher, welche Zeiten Sie für welche Arbeiten einplanen sollen, können Sie sich 2 Wochen lang notieren, was Sie alles gemacht und wie lange die Aufgaben gedauert haben. Daraus entstehen oft spannende Einsichten, denn die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen nur denken, sie seien organisiert, es aber in Wahrheit gar nicht sind. Oft fällt erst nach einem Arbeits-Check auf, dass wir zum Beispiel keine freien Zeiten in den Alltag einbauen für gedankliche Pausen oder um sich bestimmten Themen in Ruhe zu widmen. Oder dass wir viele einzelne Aufgaben beginnen, sie aber nicht zu Ende führen, wenn neue Projekte reinkommen.  

Es rechnet sich also, den Invest zu machen und zu analysieren, wie wir unsere Arbeitszeit sinnvoller nutzen können. Anstatt immer nur auf anfallende Tätigkeiten zu reagieren, müssen wir aktiv werden und uns fragen: Habe ich genug Zeit für meine Themen? Habe ich Unterbrechungen und Pausen? Habe ich die kommenden Projekte und meine Kapazitäten gut im Blick? Wir haben es selber in der Hand. Es hilft z.B. auch, mal das Telefon auszustellen, die Tür zu schließen oder Benachrichtigungs-Optionen zu deaktivieren, um Ablenkungen zu vermeiden und konzentriert arbeiten zu können.

Zur Selbstbeobachtung gehört neben einer realistischen Zeitplanung auch dazu, inhaltlich zu überprüfen, welche Tätigkeiten tatsächlich Freude bringen. In welchen Bereichen bin ich gefordert? Was fällt mir leicht? Worauf freue ich mich? Hier ist es wichtig, den richtigen Fokus zu setzen und Arbeiten, die einem mehr abverlangen, richtig zu priorisieren.

Da sich Gewohnheiten und alte Muster immer wieder einschleichen, macht es Sinn, sich regelmäßig Zeit für eine individuelle Arbeitsbeobachtung zu nehmen. So behalten wir unser Pensum und unsere Arbeitsinhalte gut im Blick und ersparen uns unnötigen Stress.

 

Hier können Sie sich Ihre eigene Arbeitsbeobachtung zum Ausfüllen downloaden:



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